Prothesentechnik im Behindertensport und Bade-Prothesen
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Beschreibung
Viele sportliche Leistungen sind erst durch besondere Prothesenkonstruktionen möglich, z.B. der Einsatz von speziell geformten Carbonfederfüßen, die nur zum Sprinten oder Springen eingesetzt werden können und mit denen normales Gehen nicht möglich ist.
Andererseits können auch serienmäßige Kniegelenke mit Hydraulik und Carbonfederfüßen verwendet werden und durch einen speziellen Prothesenaufbau auf die Sportart abgestimmt werden.
Eine weitere Möglichkeit be steht durch Modifikation und Ergänzungsteile, eine normale Prothese sporttauglich zu gestalten. Bei allen Versorgungen sollten die Vorstellungen des Athleten und seine individuellen Möglichkeiten im Vordergrund stehen.
Normale, alltagstaugliche Prothesen sind nicht wasserfest. Zum Duschen, Baden oder Schwimmen braucht der Amputierte daher eine wasserfeste Gehhilfe, eine so genannte Badeprothese.
Badeprothesen werden in Schalenbauweise gearbeitet und dienen als wasserfeste Gehhilfe. Der Schaft besitzt eine Kontaktbettung mit Ventil und hat seitliche Bohrungen im Unterschenkelschaft. Der Unterschenkel ist innen hohl, sodass Wasser in den Hohlraum fluten kann. Die Bohrungen sind sogenannte Flutlöcher. Dies ist wichtig um den Auftrieb des Prothesenkörpers im Wasser zu verringern. Die äußere Schale des Schaftes ist die tragende Wand und auch zugleich Kosmetik. Es dürfen sich keine Materialien an der Prothese befinden, welche durch Wasser zerstört werden können. Als Prothesenfuß ist immer ein gelenkloser Fuß zu verwenden. Der Prothesenschaft ist fest mit dem Fuß verbunden.